Die Geschichte des Kaiserhofs

Lesen Sie auf dieser Seite mehr über die 100-jährige Historie unseres Hauses, das schon mehrere geschichtliche und politsche Epochen erlebt hat.

Der Kaiserhof verarmte nach der großen Inflation 1929 zusehends und wurde mit viel Mühe durch die Kriegswirren gebracht. Hier diente er zuletzt der russischen Kommandantur als Unterkunft. Danach erfolgte die Enteignung und die Einbindung in die HO, der im Osten Deutschlands stärksten Handelsorganisation. Jedoch auch hier erlangte das Hotel keinen Goldregen und schon gar nicht mit dem neuen Namen Parkhotel. Dieser sollte, da es den Kaiser nicht mehr geben durfte, den schönen alten Namen ersetzen.

Nicht nur, dass mehr und mehr Zimmer als Büro genutzt wurden, zuletzt die ganze erste Etage, sondern auch die fehlenden Reparaturen führten zum Verfall des einstmals so schönen Hotels. Daran konnte auch die Hinzunahme des gegenüber liegenden Gebäudes als Bettenhaus nichts ändern. Auch dieses verfiel.

In der Erinnerung der Eisenacher bleibt aber das Parkhotel als ein Ort der Begegnung, der Feste und des Tanzes bestehen. Täglich waren die Restaurants und Bars ausgelastet. In den jetzt als Frühstücksraum und Lobby genutzten Räumen waren zwei Tanzlokale untergebracht, in denen ständig Combos aus Ungarn zum Tanz aufspielten.

Aber der Satz „Guten Abend, kommen Sie doch herein“ vom Bedienungspersonal an vermeintliche und echte Gäste aus dem Westen, mit der richtigen Währung in der Tasche, hat viele Bürger frustriert.

Doch dann nach der Wende 1989 war es ein Glücksfall für das geschundene Gebäude, dass Herr Nicholas Miller aus Wuppertal sich die Last aufbürdete. Nicht nur die komplette Rekonstruktion im Laura-Ashlay- Stil mit englischen Möbeln wurde erfolgreich bis 1993 abgeschlossen, sondern ein Traum von Alfred Franke ging in Erfüllung. Jetzt wurde auch der letzte Bauabschnitt in Angriff genommen und die Lücke vom Hotel zum Nicolaitor, dem einzig erhaltenen mittelalterlichen Stadttor von Eisenach, geschlossen. Durch die neuen Räumlichkeiten konnten außerdem die Hoteldienstleistungen um Friseur, Kosmetik und Sauna mit Massage erweitert werden.

Der Hotelgast kann jetzt endlich trockenen Fußes, die in Thüringen mittlerweile sehr bekannte und beliebte Turmschänke mit dem fidelen Verlies erreichen und sich wie einst Lindau, Reger und Scholz mit feinen Speisen und den herrlichen Thüringer Weinen verwöhnen lassen.

Nicht nur hier, sondern im Paulaner Restaurant Der Zwinger und im gesamten Hotel sind die Mitarbeiter der Geschichte des Hauses verpflichtet und haben sich dem Leitgedanken „Service von Herzen“ verpflichtet.

Schauen auch Sie einmal, was in mehr als 100 Jahren Geschichte entstanden ist. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und haben immer Empfehlungen parat, die Ihnen die interessante Geschichte von Eisenach nahe bringen.

Historische Abfolge des Hotel Kaiserhof Eisenach

1897

Als Neubau unter dem Namen Kaiserhof von Gustaf Franke eröffnet. Es war eines der modernsten Hotels, welches auch über eine Garage verfügte.

1945

Umbenennung in Parkhotel, da es einen Kaiser nicht mehr geben sollte.

1967

Letzte umfassende Renovierung anlässlich der 900-Jahrfeier der Wartburg.

1991

Nicholas Miller erwirbt das Hotel von der Treuhand. Sein Großvater war von 1890 bis 1920 Eigentümer des Eisenacher Hotels Rautenkranz, woraus ein bevorzugtes Interesse an der Wartburgstadt vorhanden war.

1992

Baubeginn im Parkhotel durch mehr als 30 Firmen mit totaler Sanierung des Altbau im englischen Stil. Es werden alle Zimmer mit Bad bzw. Dusche, WC, Fön, Sat-TV, Telefon und Minibar ausgestatet. Weiterhin entstehen aus den bisherigen Restauranträumen im ersten Geschoss eine großzügige Hotellobby mit Bar und Kamin und zwei repäsentative Konferenzräume.

1993

Wiedereröffnung unter dem ursprünglichen Namen „Hotel Kaiserhof“.

1993

Schließung der Lücke zwischen Altbau und Stadttor mit drei Ladengeschäften im Erdgeschoss, Saunabereich mit Massage, Friseur, Kosmetikstudio.

1993

Fertigstellung des Paulaner-Kellerrestaurant „Der Zwinger“.

1994

Sanierung des historischen Weinrestaurant „Turmschänke“ mit einem Gastraum im Nicolaitor, dem einzig erhaltenen Stadttor aus dem Mittelalter.

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